PLASMATECHNOLOGIE IM DETAIL

 

Plasma ist relativ neu in der ästhetischen Medizin, noch neuer im kos­metischen Bereich. Es gibt seit ein paar Jahren medizinische Geräte auf dem Markt, welche Ärzten und Heilpraktikern vorbehalten sind. Ganz neu in diesem Jahr sind abgeschwächte Geräte, die auch von Kosmetikerin­nen benutzt werden dürfen. Diese supermodernen kos­metischen Geräte nutzen eine revolutionäre Technologie für die pro­fessionelle kosmetische Hautbehandlung ohne chirurgischen Eingriff in der Praxis, im Studio aber auch beim Hausbesuch.

 

Was ist Plasma?

 

Plasma ist ein ionisiertes Gas/ Sauerstoff, das aus Ionen und Elektro­nen besteht. Dieses Gas wird durch das Entfernen von Elektronen aus der Elektronenhülle der Atome oder Zerbrechen von Molekülen (Ioni­sation) gebildet. Der Plasmazustand oder einfach Plasma (griechisch: das Formbare) wird auch als vierter Aggregatzustand bezeichnet, es entsteht auch natürlich z.B. in Blitzen. Weitere Materie im Plasmazu­stand findet sich in der Sonne und in den Sternen. Aber auch der von der Sonne ausgehende Sonnenwind und die geladenen Teilchen, die im Magnetfeld der Erde gefangen sind, bilden Plasmen. Einfach erklären lässt sich Plasma am Beispiel von Wasser: Als Eis ist Wasser ein fester Körper. Führt man ihm Energie in Form von Wärme zu, wird es flüssig und schließlich gasförmig. Wird einem Gas Energie zugeführt, entsteht ein Plasma. In diesem Zustand lösen sich äußere Elektronen von den Gasatomen oder -molekülen. In einem Plasma bewegen sich Atome oder Moleküle, Ionen (Atome, denen ein Elektron fehlt oder auch meh­rere) und Elektronen frei umher und wirken aufeinander ein. Dieses ionisierte Gas besitzt als elektrisch leitendes Medium besondere Eigen­schaften. Die verwendeten Niedertemperatur-Plasmen sind nur teil­weise ionisierte Gase, deren freie Elektronen äußerst reaktionsfreudig sind.

 

Die Behandlung geschieht ohne direkten Hautkontakt (der Abstand der Spitze zur Haut beträgt ca. 1 mm). Beim eingeschalteten Gerät ent­steht zwischen der Haut und der Plasmaspitze ein erhitzter ionisierter Lichtbogen, welcher auf die Hautoberfläche einwirkt. Das Gerät er­zeugt den Plasma-Fluss, der bei Einwirkung auf das biologische Ge­webe einen speziiellen Mechanismus auslöst. Diese Wirkung von Plasma-Flüssen ermöglicht effektives Peeling der Haut, Erneuerung von Gewebe, deren Stärkung und Verbesserung der Hautflexibilität und stärkt die Widerstandskraft des Gewebes und seine Abwehrkräfte. Die Plasmaentladung benötigt eine Hochspannung von 4-6 kW und niedrigen Strom. Hier handelt es sich um ein Plasma, quasi neutral, mit niedriger Temperatur und einem ähnlichen Verhältnis zwischen Io­nenmasse und

Elektronenmasse.

 

Wirkung von Plasma auf die Zelle

 

Jede Zelle besitzt ein Membranpotential (das ist der Unterschied des elektrischen Potenzials zwischen den beiden Seiten der Membran). Das Innere der Membran ist negativ geladen und das Äußere der Membran ist positiv geladen. Die natürliche Alterung der Haut führt zu einer un­regelmäßigen Verteilung der elektrischen Ladung (Potenzial) entlang der Zellmembran und damit auch zur Änderung der Membranspan­nung. Das Membranpotential wird gebildet und weiter beeinflusst durch Kationen Natrium Na+ und Kalium K+ Level in der Zelle, wobei die Na + sehr schwer durch die Zellmembran kommen und K+ im Ge­genteil sehr leicht durchtreten.  Durch die Plasma-Entladung wird ein Wechsel von Na+ und K+ Ionen, eventuell auch die Durchgängigkeit durch die Membran, ermöglicht. Die Kationen werden wieder in die richtige Position in und außerhalb der Zellmembran gebracht, das Spannungspotenzial der Zellmembran wird dadurch wieder erhöht, die Zellmembran ist nicht mehr eingefallen, sondern schön prall, aufge­richtet und gespannt. Wenn dieser Prozess in der Mehrzahl der Haut­zellen in einem bestimmten Bereich eintritt, ist das Ergebnis der An­wendung mit bloßen Augen sofort deutlich sichtbar.  Die Basis der Technologie ist ein physiologischer Zellprozess. Während der Be­handlung werden keine chemischen Substanzen in die Haut eingear­beitet.  

 

Plasmatechnik im kosmetische Bereich- wofür?

 

Das Gebiet der Anwendungsmöglichkeiten von Plasma in der medizini­sche Kosmetik ist breit gefächert.

Hauptsächlich wird es eingesetzt zur Hautstraffung und Entfernung von Pigmentflecken, misslungenem Permanent Make Up und Mutter­malen.

 

Besonders eignet sich der Einsatz von Plasma für:

 

            Glättung von Akne-Narben, sonstigen Narben, Abtragen von hypertro­phen Narben

            Normale Narbenverbesserung

            Entfernung von gutartigen Hautveränderungen, Muttermalen, Leberflecken

            Entfernung von Pigmentflecken, Sommersprossen

            Permanent Make-up Entfernung (kleinere Bereiche), insbeson­dere von Beige, Weiß und Grün!

            Straffung von Ober- und Unterlidern ohne OP

 

Hängende Augenlider , schlaffes Gewebe unter den Augen- eine der häufigsten kosmetisch- ästhetischen Alterserscheinungen und ein be­sonders häufiges Problem des Alterns. Die sogenannte Blepharoplastik zur Entfernung schlaffer, überschüssiger Hautfalten am Ober- und Unterlid ist eine der am häufigsten durchgeführten Eingriffe im Ge­sicht. Vor allem die Korrektur der Oberlider, die den Blick „öffnet“ und das Gesicht weniger müde, jugendlicher und frischer aussehen las­sen, wird häufig gewünscht und vorgenommen. Heute gibt es eine we­sentlich einfachere Alternative als die Chirurgie: Die Korrektur mit Plasmalicht. Die Haut wird blitzartig punktförmig verdampft und strafft dabei die Umgebung mit. Je nach Ausmaß der überschüssigen Haut werden 1-4 ambulanten Behandlungen benötigt. Das Ergebnis ist sofort zu sehen und messbar. Es ist keine örtliche Betäubung durch Injektion notwendig. Das vorherige Auftragen einer speziellen Creme mit Lio­docain und Tetracain reicht aus. Die Behandlung selbst ist schmerzlos. Es gibt weder Schnitte noch Narben. Die Spitze der Plasma Geräte ist sehr dünn und präzise, bei einigen Geräten wird sie bei der Behandlung mit eingebauter LED-Lampe beleuchtet und erlaubt somit punktge­naues Bearbeiten von kleinsten Arealen.. Die Ausfallzeit beträgt ca 1 Woche. 

 

Kontraindikationen

              Schwangerschaft

             Die Anwesenheit von Metallgelenkersatz im Körper

              Schrittmacher

              Aktuelle Entzündung

              Hautläsionen

              Krebs

              Krampfadern

              Knochenkrankheiten

              Epilepsie